The Ordinaries

Filmplakat: The Ordinaries

Der Film THE ORDINARIES ist Teil eines kuratierten Programmes. Er wurde von der Jugendjury der Filmkunstmesse Leipzig (FKM) 2022, bestehend aus drei langjährigen Mitgliedern der FBW-Jugend Filmjury, als einer der drei relevantesten Filme der Messe ausgewählt und vorgestellt. Die Bewertung wurde von Arwid von Sarnowski, 16 Jahre, verfasst.

Uns war die Vielfalt in unserer Filmauswahl sehr wichtig, daher freuen wir uns zum Beispiel auch mit THE ORDINARIES einen deutschen Film mit dabei zu haben. Doch nicht nur die Sprache unterscheidet ihn von vielen anderen Filmen: THE ORDINARIES bedient sich an einer ganz neuen Idee, verlässt sich aber nicht allein darauf, sondern nutzt sie als Mittel, um eine größere Geschichte zu erzählen. Analoges Filmmaterial trifft auf digitale Bilder und nimmt uns in eine Welt mit, die an eine vergangene Zeit erinnert.

Eine Welt bestehend aus Hauptrollen, Nebenrollen und Outtakes. Diese verschiedenen Charaktertypen dienen als Abziehbilder unserer ungerechten Klassengesellschaft. Der Film hat uns begeistert, weil er nicht auf eine aufdringliche und direkte Art erzählt, sondern metaphorisch verpackt in eine eigene komplexe Filmwelt eintauchen lässt. Es ist nicht nur die politische Position, mit der uns der Film u?berzeugt, sondern auch das Spiel mit audiovisuellen Elementen: der perfekte Zusammenklang von Musik, Geräuschen und Stille, aber auch das wortwörtliche Verblassen von Figuren, deren Geschichten vermeintlich auserzählt sind.

THE ORDINARIES bewegt mit Identitätskonflikten, wahrer Freundschaft, der Kraft von Gemeinschaft und Zusammenhalt und vor allem mit einer spannenden Geschichte. Dabei werden nicht nur Jugendliche angesprochen, dieser Konflikt betrifft jede und jeden.

Ein Film, der in einer Zeit, in der sich die Gesellschaft spaltet, besonders wertvoll ist.
Ein Film, der einen auf total vielen Ebenen zum Denken anregt und uns abholt.
Ein Film der nur so von Film strotzt.

– Arwid von Sarnowski


Gattung:Komödie
Regie:Sophie Linnenbaum
Darsteller:Fine Sendel; Jule Böwe; Henning Peker; Sira Faal; Noah Tinwa; Denise M’Baye; Pasquale Aleardi
Drehbuch:Sophie Linnenbaum; Michael Fetter Nathansky
Kamera:Valentin Selmke
Schnitt:Kai Eiermann
Musik:Fabian Zeidler
Länge:120 Minuten
Kinostart:30.03.2023
Verleih:notsold
FSK:12
Förderer:MBB; Nordmedia
Elterninfos:FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG). Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die Jugend Filmjury der FBW Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die Jurys Hinweise, ab wann ein Film für Kinder geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.
FSK Website:fsk.de;

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