Maya, schenkst du mir einen Titel?

Filmplakat: Maya, schenkst du mir einen Titel?

Der Film MAYA, SCHENKST DU MIR EINEN TITEL? wurde im Rahmen der 75. Internationalen Filmfestspiele Berlin gesichtet. Die Bewertung wurde von Leonie Schwartzberg aus Marburg verfasst.

Der facettenreiche Stop-Motion-Film MAYA, SCHENKST DU MIR EINEN TITEL? zeigt in bezaubernder Art und Weise die verschiedenen Abenteuer, die die Protagonistin Maya erlebt.

Da der Regisseur des Filmes, Michel Gondry nicht mit seiner Tochter lebt, versucht er eine gewisse Verbindung zu ihr zu schaffen, indem er sie immer nach Titeln fragt, aus denen er dann kurze Geschichten, im wahrsten Sinne des Wortes, zusammenbastelt.

Der Großteil jeder einzelnen Szene wurde mühevoll per Hand aus Papier ausgeschnitten und zusammengestellt, wovor sich Gondry auch nicht scheut, Teile des Prozesses im Film widerspiegeln zu lassen, was den gesamten Film noch eindrucksvoller wirken lässt.

Fantasievoll und mit viel kreativer Präzision wird in jeder Kurzgeschichte die heldenhafte Reise Mayas in verschiedenen Lebenssituationen gezeigt. Mal muss Maya die Weltmeere vor dessen Ketchup-Verschmutzung retten und trifft sich dafür sogar mit den belgischen König, ein anderes Mal lüftet sie das Geheimnis eines Erdbebens in Paris oder wird auch im Zuge einer Verbrecherbekämpfung selber gefangen genommen.

Unabhängig davon, dass es als Kinderfilm angedacht ist, fiebert man doch in jedem Alter mit und freut sich jedes Mal mit, wenn Maya es auf den absurdesten Wegen schafft, ihre Herausforderungen zu meistern.

Eines ist sicher: Von diesem traumhaften Animationsfilm wird einem sicherlich nicht langweilig, denn jeder Kurzfilm strotzt geradezu von so vielfältiger Fantasie und Kreativität, sodass man immer gespannt ist, was wohl als nächstes passieren wird.


Gattung:Animationsfilm
Regie:Michel Gondry
Darsteller:Maya Gondry; Pierre Niney
Drehbuch:Michel Gondry
Kamera:Laurent Brunet
Schnitt:Elise Fievet
Musik:Jean-Michel Bernard
Länge:62 Minuten
Elterninfos:Altersempfehlung der JFJ: Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die FBW-Jugend Filmjury Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die mit Kindern und Jugendlichen besetzten Jurys Hinweise, ab wann ein Film aus ihrer Sicht für das junge Publikum geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.

FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG).

FSK Website:fsk.de;

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