Ein Nasser Hund

Filmplakat: Ein Nasser Hund

Der Film EIN NASSER HUND erzählt die wahre Geschichte des 16-jährigen Juden Soheil, der mit seiner Familie nach Berlin-Wedding zieht. In diesem Viertel wohnen sehr viele Muslime und nach einem Vorfall im Supermarkt wird schnell klar, dass er mit seiner jüdischen Abstammung angefeindet würde. Deswegen verheimlicht Soheil seinen Glauben und versucht Anschluss zu finden, indem er sich einer Gang muslimischer Jungen anschließt. Die Verbindung zu dem muslimischen Clan führt dazu, dass Soheil immer mehr mit der Polizei in Konflikt kommt und schließlich auch bei einem Überfall auf einen jüdischen Juwelier mithilft. Als wäre das nicht genug, verliebt sich Soheil auch noch in das muslimische Mädchen Selma. Als es immer offensichtlicher wird, was Soheils wahrer Glaube ist, entschließt er sich dazu, es der Gruppe zu erzählen. Plötzlich sehen sie in ihm nicht den Menschen und Freund, sondern nur noch den verhassten Juden. Soheil gerät in einen inneren Konflikt zwischen seinen Freunden und seinem Glauben, doch er lässt sich nicht mehr von einem Weg abbringen. Wird es für ihn einen guten Ausweg geben? Die Geschichte ist durchweg spannend und hält ihre Dynamik über die gesamte Erzählzeit. Der Film nimmt den Zuschauer mit in die Gefühlswelt der Protagonisten und zeigt überzeugend ihre Lebenswelt auf. Dabei greift er viele Themen auf, die für Jugendliche entscheidend sind: Freundschaft, Liebe, Zugehörigkeit und die Suche nach der eigenen Identität. Besonders Religion und Rassismus werden in den Vordergrund gerückt und erhalten so einen besonderen Stellenwert. Die Schauspieler stellen die Figuren sehr realistisch dar. Es entsteht der Eindruck, dass die Kamera sie beobachtend begleitet. So ist der Film sehr authentisch mit fast schon dokumentarischen Zügen. Die Kameraführung passt sich sehr gut den szenischen Inhalten an. In den Kampfszenen bewegt sie sich actionreich mit dem Geschehen, wodurch man in die Dynamik der Szenen eintaucht. Viele Songs untermalen den Film, welche die Stimmungen mit passendem Deutschrap aufgreifen. Die authentische Sprachkultur des Berliner Milieus stützt die lebendige Atmosphäre dieses Jugendfilms. Überzeugt hat uns, dass der Film sehr unterhaltsam ist, man durch die Geschichte aber auch mit vielen wichtigen Themen konfrontiert wird. Wir empfehlen diesen hochspannenden Jugendfilm allen Jugendlichen und Erwachsenen ab 14 Jahren.

spannend
dramatisch
mitreißend
lehrreich
realistisch

Gattung:Drama
Regie:Damir Lukacevic
Darsteller:Doguhan Kabadayi; Mohammad Eliraqui; Derya Dilber; Christoph Letkowski; Dorka Gryllus
Drehbuch:Damir Lukacevic
Kamera:Sten Mende
Schnitt:Christoph Strothjohann
Musik:Boris Bojadzhiev
Länge:103 Minuten
Kinostart:03.12.2020
Verleih:Warner
FSK:12
Förderer:MBB; DFFF
Elterninfos:FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG). Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die Jugend Filmjury der FBW Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die Jurys Hinweise, ab wann ein Film für Kinder geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.
FBW Website:und das sagen die Erwachsenen
FSK Website:fsk.de;