Der Passfälscher

Filmplakat: Der Passfälscher

Im Spielfilm geht es um den jungen Mann Cioma Schönhaus, der 1942 in Berlin eigentlich Künstler werden will. Weil er Jude ist, entgeht er der Deportation in den Osten zunächst dadurch, dass er in einer Rüstungsfabrik arbeiten muss. Aufgrund seiner künstlerischen Begabung wird er als Passfälscher angeheuert, der so anderen Juden dabei hilft, mit gefälschten Papieren Nazideutschland zu verlassen. Eigentlich müsste er ständig auf der Hut sein, versucht aber ein ganz „normales“ Leben als Nicht-Jude weiterzuleben, was ihm lange Zeit durch Tauschgeschäfte und Täuschungen auch gelingt.

Es wird einem sehr eindrücklich vor Augen geführt, wie das Leben und der Alltag während des Krieges war. Für die jüdische Bevölkerung, die sich verstecken und verstellen musste und die nicht jüdische Bevölkerung, die meist Befehle befolgte, eine Bedrohung darstellte und sich bereicherte. In dem Film erleben wir, wie sich Menschen verändern, wenn es ums Überleben geht und sie vor die Entscheidung gestellt werden, das Richtige oder das Sichere zu tun. Die Figuren sind vielseitige und tiefgründige Persönlichkeiten. Obwohl manche von ihnen tatsächlich „böse“ waren, gibt es in diesem Film kein schwarz/weiß-Schema. Wir mochten, wie ein ernstes Thema so dargestellt wird, dass es einen vor allem durch die Musik, die Farbgebung, die Kameraführung und die gesamte Ästhetik des Films nicht mit einem Gefühl von Hoffnungslosigkeit füllt und man sogar während des Films lachen konnte.

Wir empfehlen diesen Film ab 10 Jahren, weil er dieses düstere Kapitel der deutschen Geschichte vielschichtig beleuchtet. Er sollte in der Schule geschaut werden. Und zudem braucht man eine gewisse Toleranz gegenüber Filmen, die nicht actionreich und abenteuerlich sind, sondern auf andere Weise interessant und wichtig.

humorvoll
ästhetisch
ernst
realistisch
anregend

Gattung:Drama
Regie:Maggie Peren
Darsteller:Louis Hofmann; Jonathan Berlin; Luna Wedler; Nina Gummich; Marc Limpach
Drehbuch:Maggie Peren
Kamera:Christian Stangassinger
Schnitt:Robert Sterna
Musik:Mario Grigorov
Länge:117 Minuten
Kinostart:13.10.2022
Verleih:X Verleih
FSK:6
Förderer:FFA; DFFF; FFF Bayern
Elterninfos:FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG). Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die Jugend Filmjury der FBW Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die Jurys Hinweise, ab wann ein Film für Kinder geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.
FSK Website:fsk.de;

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