Belfast

Filmplakat: Belfast

Für diejenigen, die geblieben sind, für diejenigen, die gegangen sind und für alle, die diesen Film schauen sollen, schreiben wir diese Kritik. Was würden wir tun, wenn wir im Bürgerkrieg wären? Abhauen oder bleiben? Buddy, ein protestantischer Junge aus einer typischen Straße Belfasts in Nordirland steht plötzlich mitten in seinem Viertel im Bürgerkrieg zwischen Protestanten und Katholiken. Auch Buddys Familie muss sich entscheiden, hierzubleiben, wo sie sich auskennen und zu Hause fühlen oder nach England zu gehen und ihre Heimat zu verlassen. Sind sie diejenigen, die bleiben oder diejenigen, die gehen? Religion, Bürgerkrieg, Heimat, Familie, Schulden und Bindungen, das sind nur ein paar der Themen, mit denen sich der Film BELFAST realistisch beschäftigt. Die Bindung zwischen den einzelnen Familienmitgliedern ist innig oder wie Buddys Opa sagen würde MAGISCH. Trotz der dauerhaften Konflikte, die durch Schulden und der “Fernbeziehung” der Eltern entstehen, raufen die sich immer wieder zusammen und versuchen, ihren Kindern das bestmögliche und sicherste Leben zu bieten. Doch ist das in Belfast unter diesem Konflikt möglich? Besonders die Schauspieler des Vaters, des Opas und der Oma haben uns durch ihre authentische, charismatische und philosophische Art verzaubert. Obwohl der neunjährige Buddy eigentlich ein normaler Junge ist, der Catherine, Matchboxes und Filme, Drachen und Ritter mag, ist der intensive Film genau das nicht, denn wir lernen etwas über die Zeit, ohne mitzukriegen, dass wir etwas lernen. Dass der Film in Schwarz-Weiß ist, unterstreicht den historischen Aspekt besonders. Ist Buddy im Theater oder im Kino, ist das in Farbe, was er sich anschaut. Wir glauben, dass dies daran liegt, dass Buddy nicht in einem Film lebt, sondern in der Welt von 1969 mit Armee und Straßensperren, die so gar nicht wie ein schöner Film ist. BELFAST vermittelt historische Informationen zusammen mit Lebensweisheiten und persönlichen Geschichten der Charaktere. Dies macht ihn unserer Meinung nach zu einem einzigartigen Werk. Daher geben wir dem Spielfilm 4,5 Sterne. Die kurzen Einblicke auf den Bürgerkrieg reichen aus, um uns klar zu machen, wie schrecklich solche Gewalt ist. Wir empfehlen diesen Film für Jugendliche ab 12 Jahren, weil er den Nordirlandkonflikt aus Sicht eines Kindes darstellt. Schaut euch den Film an und findet heraus, wer bleibt und wer geht.

tiefgründig
ästhetisch
berührend
historisch
realistisch

Gattung:Drama
Regie:Kenneth Branagh
Darsteller:Jude Hill; Jamie Dornan; Caitriona Balfe; Ciarán Hinds; Dame Judi Dench
Drehbuch:Kenneth Branagh
Kamera:Haris Zambarloukos
Schnitt:Úna Ní Dhonghaíle
Musik:Van Morrison
Länge:99 Minuten
Kinostart:24.02.2022
Verleih:Universal
FSK:12
Elterninfos:FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG). Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die Jugend Filmjury der FBW Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die Jurys Hinweise, ab wann ein Film für Kinder geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.
FBW Website:und das sagen die Erwachsenen
FSK Website:fsk.de;
Visionkino:

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