Nachtwald

Filmplakat: Nachtwald

Das wird der beste Sommer meines Lebens, sagt Max, bevor er mit seinem Freund Paul zu Beginn der Sommerferien von zu Hause abhaut. Das ist der beste Sommer, meint der zwölfjährige, zurückhaltende Paul am Ende ihrer Suche nach Pauls Vater und einer Höhle. Zwischen diesen beiden Sätzen liegt eine ganze Entdeckungsreise zweier Jungs. Pauls Vater, den sie im Dorf als Spinner und Eigenbrötler bezeichnen, ist seit einem Jahr spurlos verschwunden. Paul vermisst ihn und er will den anderen beweisen, dass weder sein Vater noch er verrückt sind. Als dann der neue Freund der Mutter zu ihnen ziehen möchte, wird es Paul zu viel und er beschließt, sich auf die Suche nach der Höhle im nahe gelegenen Ursulenberg zu machen. Denn sein Vater glaubte daran, dass es die beschriebene große Höhle mit einem Nonnenkloster aus der Sage „Der Ursulenberg bei Pfullingen“ tatsächlich gibt. Mit Hilfe des Notizbuches seines Vaters will Paul die Theorie des Vaters belegen. Auf diesem Abenteuer begleitet ihn Max. Max ist dick, sensibel, witzig und gibt sich deswegen selbst den Spitznamen “Fatboy“. Paul tauft er auf den Namen “Crazykid”. Auf ihrem gemeinsamen Weg in den dunklen Wald der schwäbischen Alb erleben die beiden Jungen viele Höhen und Tiefen bei ihren aufregendenen Erlebnissen. Sie klauen Süßigkeiten und ein Erotik-Magazin aus einer Tankstelle, flüchten vor der Polizei, essen Pilze aus dem Wald, streiten und raufen sich. Diese und noch viele weitere Erfahrungen vertiefen ihre Freundschaft und verändern die beiden in ihrem Selbstbild und ihrem Denken nachhaltig. Sie lernen sich persönlich und gegenseitig auf eine Weise kennen, wie sie es nie gedacht hätten. Wir können zusehen, wie sie zu zweit unbeschwert durch die Wälder streifen und die Freiheit genießen. Die Gegend und Landschaftsaufnahmen haben uns gefallen. Wie die beiden an sich wachsen, bekommen wir als Zuschauer mit, da die Handkamera an den Figuren dran bleibt und die Suche nach dem verschwundenen Vater mit viel Ruhe und sehr langsam erzählt wird. Uns hat die schauspielerische Leistung von Levi Eisenblätter und vor allem Jonas Oeßel beeindruckt. Gerade in den dramatischen Szenen haben sie uns überzeugt und ihre Emotionen glaubhaft rübergebracht. Unserer Meinung nach ist die Geschichte rund um Max und Paul ein langsam erzählter Abenteuer- und Familienfilm in einer sommerlichen, manchmal mysthischen Athmosphäre, der hin und wieder Längen hat. Wir würden den Film hauptsächlich (aber nicht nur) für Jungen ab 10 Jahren empfehlen.

spannend
geheimnisvoll
freundschaftlich
abwechslungsreich
erlebnisreich

Gattung:Spielfilm
Regie:André Hörmann; Katrin Milhahn
Darsteller:Levi Eisenblätter; Jonas Oeßel; Marc Limpach; Meike Droste; Steffen Schroeder
Drehbuch:Katrin Milhahn; André Hörmann
Kamera:Michael Hammon
Schnitt:Vincent Assmann
Musik:Marian Lux
Länge:90 Minuten
Verleih:Farbfilm
Produktion: SWR; NDR;
Förderer:BKM; DFFF; KJDF; MFG Baden-Württemberg
Elterninfos:FSK: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist damit beauftragt, auf Basis des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) zu prüfen, für welche Altersstufen ein Film keine gefährdende Wirkung hat (0, 6, 12, 16 und 18 Jahren). Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG). Ergänzend zur gesetzlichen Altersfreigabe der Jugendschutz-Experten der FSK spricht die Jugend Filmjury der FBW Filmempfehlungen und Alterseinschätzungen aus. Damit geben die Jurys Hinweise, ab wann ein Film für Kinder geeignet ist. Dies soll Eltern und Kindern bei der Auswahl altersgemäßer Filme helfen, als auch Orientierung geben hinsichtlich ihrer individuellen Ansprüche.
FSK Website:fsk.de;

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